Was ist Reittherapie?

Der Kontakt mit Tieren wirkt sich positiv auf die Gesundheit und die Lebensqualität aus. Ein Pferd urteilt nicht über jemanden und ist ein guter Lehrmeister! Das Pferd lebt im Hier und Jetzt und hilft uns belastende Alltagsgedanken für einen Moment zu vergessen und die Gedanken loszulassen. Es erweitert unser Bewusstsein, hilft uns alte Verhaltensmuster zu hinterfragen und neue Wege einzuschlagen.

Die Harmonie, der Rhythmus und die Bewegungen eines Pferdes befinden sich auf natürlicher Basis. Auch der Mensch besitzt diesen natürlichen Rhythmus durch Aus- und Einatmen und An- und Entspannen, der jedoch durch den Drang alles kontrollieren zu wollen oftmals zerstört wird.

„Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“ – ein Spruch, der sehr viel Wahres enthält, denn auf einem Pferderücken erfährt man Sicherheit, Geborgenheit und das Gefühl Sich- tragen- zu- lassen.
Dies gilt nicht nur für gesunde Menschen, sondern besonders auch für Menschen mit geistigen, körperlichen oder auch seelischen Behinderungen.

Das Pferd spielt eine wesentliche Rolle in der Reittherapie:
Es bewegt und trägt, es geht vorbehaltlos auf jeden zu, es genießt unsere Zuneigung, es will gepflegt werden und die Menschen lernen, wie das geht.

Einerseits durch den Umgang mit dem Pferd, im Sinne von das Pferd striegeln und berühren und andererseits durch das Sitzen auf dem Pferd, wird auf unterschiedlicher Art und Weise eine positive Beeinflussung von:

– körperlichen,
– psychischen,
– geistigen oder
– psychosozialen

Einschränkungen erreicht.

 

Körperlich wirken sich die Wärme und der Rhythmus der Pferdebewegung positiv aus. Es werden Gleichgewicht, Koordination und Reaktion trainiert.

Geistig (kognitiv) wird der Klient im Umgang mit dem Pferd in vielerlei Hinsicht gefordert:
Beim Putzen und Vorbereiten, bei der Ziel- und Aufgabenstellung, sowie bei der Organisation jeder Handlung im Umfeld des Pferdes.

Seelisch (psychisch) sprechen das Pferd und der Umgang mit dem Pferd eine Bandbreite von Emotionen an. Diese Emotionen reichen von Angst bis hin zu großer Freude. Das Selbstwertgefühl wird im Umgang mit diesem großen und mächtigen „Partner“ gestärkt.

Sozial gesehen spielen vor allem das „Geben und Nehmen“ eine große Rolle in der Kommunikation mit dem Pferd. Es bietet sich ein großes Feld für soziale Verhaltensweisen, beispielsweise bietet die Zusammenarbeit in der Gruppe zum Wohl des Pferdes bringen Aspekte der Gruppendynamik ins Spiel.